Charity Cup | Nothing is Forever e.V.

Der Ball rollte für eine ernste Sache

24 Fußballteams traten beim Charity Cup an. Mit dem Erlös soll die Erforschung einer seltenen Krankheit gefördert werden.

Der Stadionkommentator der Sportanlage am Weinweg ist schon von weitem zu hören. Er kündigt gerade die nächste Fußballpartie zwischen dem FC Calippo und Solutionsforweb an. Die Stimmung auf den Zuschauerrängen ist ausgelassen. Die Mannschaften, die nun auf dem Hauptplatz gegeneinander antreten werden, sind nur zwei von insgesamt 24 Teams, die am Charity Cup teilnehmen. Beim Fußballturnier spielen Hobby- und Firmenmannschaften um den Sieg und unterstützen dabei gleichzeitig die Erforschung der seltenen Krankheit Neurofibromatose. Veranstalter des Turniers ist der Regensburger Verein „Nothing is forever“.

Insgesamt auf fünf Plätzen spielen die Mannschaften gleichzeitig. So ist immer etwas geboten, mit spannenden Zweikämpfen und tollen Toren. Die 24 Startplätze für das diesjährige Turnier seien schon früh belegt gewesen, es hätten sogar noch mehr Mannschaften mitspielen wollen, sagt Initiator Josef Kammermeier.

15 000 Euro kamen zusammen

Schon zum siebten Mal findet der Charity Cup dieses Jahr statt. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz. Durch die Teilnahmegebühren, eine Tombola, den Essensverkauf und andere Spenden kommen an diesem Tag mehr als 15 000 Euro zusammen, genau wie im letzten Jahr. Die Idee des Turniers sei nach der Diagnose der Krankheit Neurofibromatose bei seiner Tochter entstanden, sagt Kammermeier.

Eigentlich sollte als Schirmherr der Physiotherapeut der Nationalmannschaft, Christian Müller, anwesend sein. Durch den deutschen Sieg im Confed-Cup habe er es allerdings nicht mehr nach Regensburg geschafft und deswegen seinen Kollegen Jan Kerler geschickt, der für die U21-Nationalmannschaft im Einsatz war. „Wir finden den Anlass und die Sache für sich sensationell“, sagt Kerler. Für die optimale Regeneration massiert der Physiotherapeut die Spieler, genau wie die Profis in seinem Alltag.

Neben dem Charity Cup für die Großen spielen G-Junioren auch einen Kids Charity Cup aus. Und auch außerhalb des Platzes kommen die Kleinsten auf ihre Kosten, denn mit der Teddyklinik, der Zirkusschule, einer Tombola und einer Hüpfburg gibt es allerhand auszuprobieren.

Kuscheltiere werden verarztet

Die Teddyklinik, die von Regensburger Medizin-, Pharmazie- und Zahnmedizinstudenten betrieben wird, soll den Kindern die Angst vor dem Arzt und Krankenhaus nehmen und ihnen spielerisch die Behandlung von Krankheiten beibringen. Dazu denken sich die Kinder gemeinsam mit den „richtigen“ Ärzten Krankheiten aus, die sie dann behandeln können. „Die Tochter von Josef Kammermeier ist selbst immer bei der Teddyklinik dabei“, sagt Lisa Kolbe von der Teddyklinik, da sei es selbstverständlich, auch Teil des Familienfestes zu sein.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung